
Auf Helgoland lässt sich gut einkaufen, hier ist alles mindestens mehrwertsteuerfrei, oft auch zollfrei. Seglerbekleidung, Uhren, Kameras oder Navigationselektronik, ja sogar Dieselkraftstoff ist bedeutend günstiger zu haben als auf dem Festland. Umso grösser mein Erstaunen über diesen Schiffsausrüster auf der Hafenmeile Helgolands, der noch alten Zeiten gerecht wird, als es zum Ablegen bereits einen guten Schluck hochprozentiges gab, teils, um die Angst zu dämpfen, teils um Rasmus zu opfern. In dieser „guten alten Zeit“ gab es ja noch keine Alkoholkontrollen auf See, da hätte man ja niemanden fahren lassen können…! Heute gilt 0,5 Promille, und es wird immer öfter zur Puste gebeten.
Trotzdem, auch in diesen Tagen wird Wert gelegt auf wohl gefüllte Schnapsschränke, vor Flaschen überquellenden Bilgen und Bier in Paletten – zu sehen an diesem sonderbaren „Schiffsausrüster“! Allerdings gilt auf Helgoland seit jeher noch immer, auch in Zeiten des Katamarans, der direkt im Südhafen anlegt, das Motto
ausbooten – ausbeuten – einbooten!
…denn die meisten Besucher werden noch immer von den Seebäderschiffen hergebracht, an guten Tagen liegen bis zu 8 Schiffe auf Reede. Zum aus- und einbooten werden die inzwischen berühmten Börteboote benutzt