Verfasst von: arild | 22. Januar 2009

Tragische Strandung vor Marokko

Die deutsche Segelyacht „Taube“, eine Sloop von 8,5m Länge und 2,5m Breite sowie einem Gewicht von 3,5t verunglückte in der Brandung der marokkanischen Hafeneinfahrt von Mahdia am Abend des 20.01.2009. Wegen eines Sturms mit 5m hohen Wellen standen dort Grundseen, gilt doch diese Hafenansteuerung schon bei ruhiger See als schwierig. Nur eine Mitseglerin konnte sich anschliessend ans Ufer retten, von den anderen sechs Mitseglern fehlt noch jede Spur!

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Foto:HA

Die Segler der unter deutscher Flagge fahrenden „Taube“ hatten am Tag des Unglücks vor, nach Rabat zu fahren . Wegen eines Sturms mit fünf Meter hohen Wellen fürchteten sie, die Hauptstadt nicht zu erreichen. Sie wollten daher in den nahe gelegenen Hafen von Mahdia einlaufen.

Beobachter meinten, diese Entscheidung deute auf mangelnde nautische Erfahrung der Segler hin. In der Nähe des Festlandes seien die Wogen noch höher – bis zu acht Meter – gewesen. Das achteinhalb Meter lange Boot sei zu einem Spielball der Brandung geworden und kenterte in der Nacht zu Mittwoch. Die Europäer hätten versucht, ohne Hilfe der Hafenaufsicht anzulegen, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag. „Das war ein großer Fehler.“ Die Einfahrt in den engen Hafen gilt bereits bei ruhiger See als riskant.

Bei den vermissten Deutschen handelt es sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes um zwei junge Männer aus Baden-Württemberg im Alter von 17 und 24 Jahren sowie um einen 28-Jährigen aus Hamburg. Die anderen vermissten Segler stammen aus Österreich, Dänemark und Slowenien. Die überlebende Deutsche wurde in ein Krankenhaus gebracht, das sie inzwischen aber wieder verlassen konnte.

Die Segler waren mit dem Verein „Migrobirdo“ zu einem Törn gestartet. Nach Angaben auf ihrer Internetseite hat sich die Organisation zum Ziel gesetzt, das Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern. Das Motto der Aktion lautet „Segeln in/für eine andere Welt“, das Ziel ihrer Reise war Mittel- und Südamerika. Dies ist für ein Boot dieser Grösse ein Vorhaben, das zumindest eine gehörige Portion Glück, ja sogar Verwegenheit erfordert; natürlich gibt es Segler, die mit Booten dieser relativ geringen Grösse unterwegs sind, die sind dann aber in der Regel allein oder zu zweit, und nicht mit sieben Teilnehmern unterwegs!

Weitere Informationen über dieses Projekt finden sie beim Besuch der Internetseite

http://www.migrobirdo.org

allerdings musste ich schwer schlucken beim lesen der Kommentare nach dem Unglück..


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