
- gestrandeter Seehund
Aus unmittelbarer Lebensgefahr wurden zwei Polen am Abend des 22.2. geborgen, nachdem sie mit ihrem elf Meter langen Kutter „Seadog“ nahe Hiddensee gestrandet waren. Gegen 20.30 Uhr hatten die Besatzung des Seenotkreuzers „Theo Fischer“, der derzeit in Barhöft liegt, sowie die Seenot-Küstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS einen Mayday-Ruf empfangen. Der dänische Kutter war auf der Überführungsfahrt nach Danzig vor der unbewohnten, im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegenen Insel Bock gestrandet. Die beiden polnischen Besatzungsmitglieder hatten zunächst die Hoffnung, dass die „Seadog“ freigeschleppt werden könnte. Das Tochterboot „Ströper“ des Seenotkreuzers konnte zunächst trotz starkem Westwind mit fünf bis sechs Beaufort eine Schleppverbindung zum Havaristen herstellen. Nachdem die Crew des Kutters jedoch starken Wassereinbruch meldeten, wurde die Schleppleine gelöst. Das Tochterboot übernahm die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Barhöft.
Dort wurden sie von der Wasserschutzpolizei in Empfang genommen, die sich um die Unterbringung der beiden für die Nacht kümmerte. Der Kutter wurde derweil weitgehend überflutet, Bug und Teile der Aufbauten ragten am 23.2. noch mit starker Backbordschlagseite aus der Brandung.
Quelle: Tim Schwabedissen


